Laeuft bei uns

Was fuer eine schoene Ueberraschung zum Abschied: Nina, die wir zuletzt auf dem Hinweg in Porto getroffen hatten, nun frisch eingeflogen zum Azoren-Urlaub, kam noch schnell mit Freunden an die Tankstelle in der alten Marina geflitzt, fuer eine Umarmung und um uns hallo, gute Reise und adios zu sagen. Die Versuchung, noch mal haengenzubleiben zwecks intensiveren Austauschs war riesig, aber Wetterfenster ist Wetterfenster, so warf sie uns die Leinen los. Motorsegelnd ging es fast gegen den Wind bis zur Westspitze Sao Miguels, seitdem segeln wir unter Blister gemuetlich einen Kurs von zwanzig Grad. Entgegen der Prognose sehr gemuetlich. Um ehrlich zu sein, wir sind arschlangsam, mehr als drei, vier, hin und wieder mal fuenf Knoten Geschwindigkeit sind nicht drin, und das auch noch in die leicht falsche Richtung. Doch wir geniessen bei schoenstem Sonnenschein das friedliche Badeinsel-Gefuehl auf Flying Fish in vollen Zuegen, denn als naechstes droht eine Weile Flaute – und damit Motorenlaerm – und ob danach der passende Wind kommt, steht gerade wieder in den Sternen. So viel zum Thema Wetterfenster bei unbestaendiger Gesamtsituation. Um uns herum segeln noch ein paar andere Schiffe mit Zielen in der Normandie und in England und es ist immer eine ganz nette Bestaetigung, einen Starttermin nicht als einzige Crew fuer tauglich befunden zu haben: Ute und Manni sind mit der „Auriga“ ungefaehr zur gleichen Zeit wie wir aufgebrochen, allerdings von der Insel Faial, die franzoesische „Lou Foc II“ ist knapp hinter uns, mit etwas Vorsprung segelt die „Blues“ aus den Niederlanden, letztere hat Kurzwelle an Bord, mit den anderen tauschen wir uns einmal am Tag per Mail ueber Positionen und alles Wichtige aus. Vom Festland aus versorgen uns unsere Freunde von „Balou“ und „Sif“ mit Infos zur Grosswetterlage, wir sind also auch dieses Mal nicht ganz allein auf dem riesigen, derzeit freundlichen Ozean.

Ludger
August 8th, 2016 at 8:56 am

Liebe Heiks,
ich hoffe, dass ihr weiter gemütlich Richtung Nord – West dadelt und Mrs. Perkins weiterhin schlummern lasst. Wind kommt irgendwann immer und die Position sieht doch schon ganz ordentlich aus. Ich hatte schon die Vermutung dass mein Schreibtisch im Schlepptau des Fisches die Etmale drückt – wird aber wohl nicht so schlimm sein. Viel Glück und genießt die letzten Wochen – wir freuen uns auf Euch im Heimathafen.
Grüße vom Schreibtisch, Ludger

Frank
August 8th, 2016 at 7:57 am

Ich drücke euch die Daumen für das letzte große Abenteuer!

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