Time to say goodbye

Es ist so weit, ab morgen früh nehmen wir die Biskaya in Angriff. Heute haben wir für die letzte Nacht in England unsere grüne Mooringboje in Bestlage von Falmouth verlassen, um in der Marina ein Stück flussaufwärts Wasser- und Dieseltanks aufzufüllen und im nahen Supermarkt Proviant zu bunkern, denn wir rechnen damit, immerhin rund vier Tage unterwegs zu sein. Unsere Ideen und Theorien zum Reisewetter sind wir zur Sicherheit noch telefonisch mit einer Meteorologin von WetterWelt durchgegangen. Traumhaftes Sommer-Segeln wird es leider nicht, es ziehen vereinzelt Tiefs durch und die Gesamtwetterlage ist eher unruhig. Aber uns droht auch nichts wirklich Schlimmes. Und da ein ideales Wetterfenster in absehbarer Zeit (also mindestens den nächsten zwei Wochen) nicht in Sicht ist, nehmen wir dieses halb gute. Noch ein echter Fortschritt: seit eben funktionieren alle Komponenten unserer Grenz- und Kurzwellenseefunkanlage, so dass wir nun auch unterwegs neue Wetterdaten empfangen und gegebenenfalls unseren Kurs anpassen können. Ein riesiges Dankeschön an dieser Stelle an Yachtfunk-Chef Jörg Drexhagen, ohne den wir diese Technik sehr wahrscheinlich bis zum Ende der Reise nicht ans Laufen gekriegt hätten. Letzten Herbst haben wir die Anlage bei ihm gekauft, seitdem steht er uns immer wieder mit Rat und Tat und sehr viel Geduld bei Einbau und Inbetriebnahme zur Seite und freut sich, wenn wir an seiner Yachtfunk-Funkrunde für Segler (sehr empfehlenswert: täglich um 8 und 19 Uhr UTC auf 8.2970) teilnehmen können.

Blog 150721_B02_klWir verlassen diese wunderschöne grüne Insel mit je einem lachenden und einem weinenden Auge. Vieles werden wir vermissen: die einzigartige, humorvolle Freundlichkeit und Zuvorkommenheit der Engländer zum Beispiel. Dann das super angenehme Klima und die totale Abwesenheit jeglichen Geziefers (eigentlich unglaublich: seit wir Holland verlassen haben, ist uns keine einzige Mücke, Eintagsfliege oder andere Plage über den Weg geflogen). Die Einfachheit der Verständigung natürlich, ab La Coruña werden unsere Dialoge mit Locals mit Sicherheit deutlich schlichter ausfallen. Andererseits haben wir uns hier mangels Alternativen unterirdisch schlechte Ernährungsgewohnheiten angeeignet. Und die Weinvorräte gehen langsam zur Neige, wo kann man die besser aufstocken als in Spanien und Portugal?! Dann ist da noch das Preisgefüge, beim jetzigen Stand des Euro ist England wirklich schweinsteuer für uns und es gibt nicht allzu viele Gelegenheiten zu ankern und dadurch wenigstens die Hafengebühren einzusparen. Unter dem Strich freuen wir uns also einfach auf die nächste Etappe, durchmischt mit ziemlich viel Respekt vor der Überfahrt. Wir hoffen, Euch am Wochenende aus Spanien berichten zu können!

Und noch etwas in eigener Sache: in den letzten Wochen war die Suche nach funktionierenden, stabilen Internetverbindungen die Pest und oft kriegen wir nur mit Mühe und Not in irgendeinem Pub die vorbereiteten Blogbeiträge und Fotos online. Deshalb ist es einfach nicht zu schaffen, auf die einzelnen Kommentare zu antworten, die Ihr schreibt. Aber wir freuen uns riesig über jeden einzelnen, also hört bloß nicht damit auf!!!

KRE
Juli 23rd, 2015 at 8:17 pm

Liebe Heiks … ab Coruna heißt der Kurs dann wohl „Rotwein-Wanderweg“ :+) oderrrr ??? Habt guten Wind und Wellen aus der richtigen Richtung – Euer KRE

Sabine
Juli 23rd, 2015 at 10:50 am

Liebe Heiks,
Ihr schafft das mit Links, Ihr seid ja die Heiks 😉 und sogar uns ist die Biskaya gelungen.
Fair winds und liebe Grüße
Joachim&Sabine

Jens
Juli 22nd, 2015 at 1:42 pm

Hi
Alles Gute bei der Überfahrt. Ist ja jetzt alles repariert, was kaputt gehen könnte.
LG Jens

Holger
Juli 22nd, 2015 at 12:22 pm

Ahoi Sailors,
das schafft Ihr doch easy:
Besatzung, Boot, Wetter, Vorbereitung – passt doch alles…

HAVE A GOOD SEEREISE!

Ludger
Juli 22nd, 2015 at 8:29 am

Hallo Ihr Lieben,
fair winds and following seas. Wir begleiten Euch in Gedanken und auf dem Wetterradar. Grüße vom Schreibstisch, Ludger

Christian B
Juli 22nd, 2015 at 8:21 am

Hallo Ihr Lieben,
Dann behält wohl halb Köln das Wetter über der Biskaya im Auge und drückt dicke die Daumen, dass es ein ruhiger Ritt wird. Und vor allem, dass ihr nicht mit Low Tide im Weinlager trockenfallen müsst! Das wäre dramatisch! Habt eine sichere Überfahrt!

Liebe Grüße
Ch.

Silke
Juli 21st, 2015 at 11:40 pm

Ihr Lieben!!!
Drücke euch die Daumen für eine Überfahrt ,wie ihr sie euch wünscht. Freue mich schon ganz besonders, wieder von euch zu lesen!!!

Carsten
Juli 21st, 2015 at 10:19 pm

Jetzt geht die Party richtig los ..
Wir sagen nur ,
Daß wir euren nächsten Blog noch sehnlicher erwarten als die letzten !
GlG S & C

Henning
Juli 21st, 2015 at 10:12 pm

Hallo ihr Zwei,
spannende Lektüre…Wünsche Euch viel Glück und bestes Wetter für den großen Schlag!

Sven
Juli 21st, 2015 at 8:32 pm

Liebe Flying Heiks,
auch wenn Ihr es wahrscheinlich nicht mehr vorher lest: Ihr schafft das! Das Wetter wird so gut wie es eben kann und schon bald ist wieder Land in Sicht.
Bin schon gespannt wie sich so vier Tage im Stück in unbekanntem Revier anfühlen.
LG Sven
PS: Natürlich höre ich nicht damit auf 😉

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